Ausstellungsarchiv

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12.12.2014  Künstlertreff  wie im letzten Jahr   
 
   
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14.11.2014  Diana Lukas  "Wenn Leichtes spielt"   
Konzeptbeschreibung

Titel der Ausstellung:

"Wenn Leichtes spielt"


Diana Lukas Thema ist das Spiel mit der Linie, dabei versucht sie aus Spontaneität heraus in kurzer Zeit eine nicht gesteuerte Tiefenwirkung entstehen zu lassen.

Hierzu beschäftigt sie zwei Genres: der Mensch und die Natur.

Ihre Bilder sind keine Abbildungen von der bekannten Welt, sondern die Essenz von Etwas:.das schnelle, unüberlegt gesetzte Liniengeflecht zeichnet nicht ab, sondern macht das Charakteristische spürbar, indem die Botschaft des Bildes direkt und offenkundig bleibt.

Diana Lukas Malerei soll das Wesentliche sichtbar machen, das Unverkennbare, die Wesensart wiedergeben.
Dabei ist für sie entscheidend immer der Fluss der Linie, ob im skizzenhaften oder farbigen Linienspiel, so dass nichts Erzwungenes oder Zugemaltes entsteht.

Wie ein Kind, das Reize einfängt und sich im Spiel vertieft ohne ein Ziel, lässt sich die Künstlerin auf den Augenblick ein. Dabei spielt die Farbe eine wesentliche Rolle. Diese wird allerdings auch aus Instinkt gewählt ohne Überlegung, weil es für sie in dem Moment als die notwendige Farbe für die Umsetzung erscheint.

In der Ausstellung sollen die Zeichnungen des menschlichen Wesens, die durch ein fließendes Liniengeflecht entstehen, den großformatigen, farbintensiven Ölbildern, die stark vergrößerte Natureindrücke in abstrahierter Form wiedergeben, gegenüberstehen.

"Weil die Fähigkeit zu sehen immer da ist, weil die visuellen Kategorien konstant sind, vergisst man leicht, dass alles Sichtbare immer das Ergebnis eines unwiederholbaren flüchtigen Zusammentreffens ist."
John Berger

Daher ist die spielerische Umsetzung, die Leichtigkeit der Linie für Diana Lukas das einzig richtige Mittel, um die Abwesenheit (Stimmen, Geräusche, Düfte...Unsichtbares) mit dem Schein der Anwesenheit zu füllen.


"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt" F. Schiller 
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25.10.2014  Alexandra Vynahlek  Seekult   
 
   
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25.10.2014  Seekult  Seekult   
SEEKULT 2014: MenschMaschine – zwischen Faszination und Aversion
Friedrichshafen ist vor allem als geschichtlich relevanter Standort für Technologie, Fertigungskraft und Innovation bekannt. Maschinen treiben die Region an, werden ständig weiterentwickelt und transformiert. Ein Leben ohne Maschinen ist nicht mehr vorstellbar. Sie müssen perfekt funktionieren – unzerstörbar oder zumindest schnell austauschbar sein, um unseren Alltag im Gleichgewicht zu halten. Doch wie nahe sind wir den Maschinen als Mensch? Können wir uns überhaupt noch von ihnen distanzieren oder identifizieren wir uns so stark mit ihnen, dass wir alle zu Cyborgs geworden sind? Die Differenz zwischen Mensch und Maschine ist so nicht mehr klar erkennbar. Verschmolzene Mischformen treten auf. Wir wissen nicht, mit wem wir es zu tun haben und verlieren die Orientierung. Sind nicht-triviale Maschinen der nächste Schritt? Die fehlende Trennschärfe macht Angst und ruft im Zweifelsfall Ekel hervor. SEEKULT 2014 möchte die beschriebenen Abhängigkeiten und Überschneidungen ausloten und in Frage stellen. Die kulturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine werden nachgezeichnet.
Auch dieses Jahr soll das SEEKULT Festival eine Plattform für eine einzigartige Bandbreite an unterschiedlichen Darbietungsformen ermöglichen. Neben Programmschwerpunkten wie Live-Musik und Kunstausstellungen soll ein buntes Workshop-Angebot eine vielfältige Interaktion und intensive Partizipation ermöglichen, um den Austausch unter den Festivalbesuchern zu fördern. Auch Film, Theater, Tanz und Kabarett sowie eine Modenschau und diverse Vorträge mit anschließender Diskussion tragen zu dem Facettenreichtum des SEEKULT Festivals bei.
Weitere Informationen unter seekult.de 
 
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10.10.2014  Arno Dirksen  "Im Augen Blick"   
Arno F. Dirksen
geboren 1938 in Ziegellack/Westpreußen
Schiffsjunge auf >Schulschiff Deutschland<
Lehrtätigkeit an Haupt- und Gewerbeschule
in Deutsch, Theater, Fotografie
Seit 1993 intensive Malstudien u. a. an der
Freien Kunstakademie Mühlhofen und der
EUROPÄISCHEN KUNSTAKADEMIE Trier
Wichtigster Lehrer: Matthias Kroth


Sein Thema heißt: >Licht, Wind, Wasser werden Farbe<
Der Zauber des Lichtes in seinem ewigen Spiel mit Wasser und Wind treibt ihn um und an und will sich immer wieder neu in Farbe verwandeln und Gestalt werden.
Arno F. Dirksen lebt und malt in Überlingen am Bodensee. In seinem Atelier entstehen - oft auf mehreren Leinwänden parallel - in expressiven Prozessen seine großen und dynamischen Bilder. Meistens sind es bewegte Segelszenen, die sich aus vielfachen Farbüberlagerungen entfalten und einen das Stirb-und-Werde beim Entstehen spüren lassen. Der Betrachter wird praktisch ermuntert, mit seinen Augen den Prozess fortzuführen. In der Seglerzeitung schreibt Sabine Hell über seine Bilder: „… sie bedürfen keiner Realität, sie erzeugen eine.“ - Und sie finden ihre Liebhaber europaweit.
Bevor er Anfang der 1990er Jahre zur Malerei fand, war er Lehrer und unterrichtete über Jahrzehnte Fotografie im Bereich Kunsterziehung und inszenierte mit Jugendlichen lebendiges Theater, was seine Fortsetzung heute in der Malerei findet.

Klaus Karsten, Kunstsachverständiger und Kurator der hace-Stiftung, schreibt zu Dirksens Malerei im Kulturmagazin Bodensee Nr. 90, 2013
>Als aktiver Segler vermittelt Arno F. Dirksen authentisch Segelsportmotive...
Allerdings illustriert und dokumentiert er dabei nicht real vorgefallene Regattasituationen. Vielmehr generalisiert er, verweist auf Typisches. Darüber hinaus vermitteln seine Bilder etwas noch Grundsätzlicheres:
die risikohafte Auseinandersetzung mit den Naturgewalten Wetter und Wasser, Wind und Wellen. Symbolisch stehen Segel und Boote für Daseinsbewältigung überhaupt.
Dabei bedient sich Arno Dirksen stilistischer Mittel aus drei Epochen der bildenden Kunst. Gegenständliche Elemente seiner Bilder reichen gelegentlich in die Vormoderne, andere gegenständliche Teile sind abstrahiert, und wieder andere sind völlig ungegenständlich und dem Informel bzw. dem abstrakten Expressionismus verwandt. Dabei zitiert er jedoch keinen der bedeutenden Vertreter dieser Stilrichtungen. Vielmehr hat Arno Dirksen mit dieser stilistischen Kombination in relativ kurzer Zeit – seit 1993 befasst sich der ehemalige Lehrer professionell mit Malerei - zu einer eigenständigen künstlerischen Form gefunden. Mit dieser stößt er auch zunehmend auf positive Resonanz... 
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26.09.2014  Alma Göring  "Come along"   
Alma Göring
geb. im Münstertal
1969 Ausbildung zur Dekorateurin
1981-1983 Auslandsaufenthalt

Mit ihrer spontanen, gestisch-expressiven Malerei, und den kräftigen Farben knüpft die Malerin Alma Göring an die Tradition des Abstrakten Expressionismus an, wissend um die notwendige Weiterführung und Veränderung. Merkmale wie Spontaneität, Emotionen und Kraft erscheinen hierbei wichtiger als das durchkomponierte Bild. Bei genauer Betrachtung wird jedoch genau dieser "Feinschliff" erkennbar, ohne auf die expressive Direktheit verzichtet zu haben.
Alma Göring entwickelt ihre Bilder aus freier malerischer Gestaltung. Im Zentrum stehen die Farben, die maßgeblich durch die Emotionen und Gefühlslage der Künstlerin ihre Tiefe gewinnen. Über die Farbe und den kräftigen Pinsel-Duktus gelingt ihr die unbewusste Wahrnehmung aus dem alle Erfahrung und Wissen zustande kommen, zu zeigen. Bezüge zur sichtbaren Realität sind in ihren Bildern meist nicht vorhanden. Es ist also nicht die Wiedergabe des Gesehenen, sondern die Gefühle, die das Gesehene in ihr wach (ge)rufen hat, und den direkten Ausdruck auf der Leinwand findet. So ist es auch kein Widerspruch wenn sie ihren Bilder Titel gibt, denn sie selbst sieht und spürt welcher Situation das Bild zuzuordnen ist. Inspiriert und geprägt ist die Malerei u.a. durch Reisen nach Indien und Süd-Ost-Asien. Es sind die intensiven Erlebnisse, bei denen Landschaften, Begebenheiten und Menschen unvergessliche Spuren hinterlassen. Diese finden sich auch in vielen Bildtiteln wieder. Doch sind es nicht immer nur Alma Görings Reisen, es sind einfach besonders tief gehende Eindrücke die Ihre Malerei prägen und auf den meist großformatigen Leinwänden zum Ausdruck gebracht werden.
Jedes Bild wird die eingebrachte Energie auf den Betrachter zurückgeben. Geben Sie sich hierzu die notwendige Zeit!

Stefan Fritsch
Künstler und Leiter der Kunstakademie Salzburg 
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12.09.2014  Günther Uttecht  Landschaft Fallenbrunnen   
Landschaft Fallenbrunnen
Günther Uttechts Fotografien in der Plattform 3/3

Das Material sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der im Verborgenen genau schaut. Günther Uttecht hält mit seiner kleinen Kompaktkamera Details von Mettaltoren, Containern und Schuttmulden fest, die von den Passanten meist als unansehnlich, störend und verdreckt wahrgenommen werden. Mit Entdeckerfreude und künstlerischem Gespür findet der Fotograf auf ihnen Strukturen und Texturen, die durch ihre Farbigkeit und spannungsvollen oder harmonischen Übergängen von einer Materialität in die andere wie abstrakte Gemälde wirken. Uttecht will malerisch sein – „ich male mit der Kamera“ – ohne jedoch Malerei zu imitieren. Für seine Ausstellung „Landschaft Fallenbrunnen“ in der Plattform 3/3 hat Günther Uttecht Bilder ausgewählt, die er während seiner letzten Ausstellung im Fallenbrunnen aufgenommen hat und die im besonderen Maße Landschaftsassoziationen zulassen. Die 70 x 50 cm großen Formate wirken wie gemalte moderne Landschaftsdarstellungen, aber auch wie Welten aus Fantasiefilmen. Unwillkürlich zieht man Parallelen zu Beispielen aus der Malereigeschichte: Ein rotes Bild zeigt Farbverläufe wie in Rothkos Farbfeldmalereien, in einem anderen zeigt die Fläche eine Farbigkeit wie der Himmel in einem Renaissancegemälde, wieder ein anderes erinnert an eine Landschaft Anselm Kiefers mit tiefem Horizont.
[Günter Uttechts Blick ist durch jahrelange Erfahrung u.a. als Fotojournalist geschärft. Trotzdem kann die Suche nach dem geeigneten Motiv mühsam sein. Mitunter benötigt es Stunden oder Tage, bis er die richtige stelle an einem verrosteten Metalltor, ein geeignetes Motiv an einen Container (im Fallenbrunnen an der Container Universität), eine passende Mulde mit den richtigen Details gefunden hat, die später stark vergrößert eine abstrakte Komposition oder eben eine Landschaft bilden. Später im Studio wählt er für das fertige Bild den präzisen Ausschnitt, stellt gegebenenfalls Helligkeit ein und retuschiert mitunter kleinere Flecken – nutzt also die traditionellen Mittel der Fotografen, die moderne Bildmanipulation nicht benötigen.]
Als Fotograf und Künstler interessieren Günther Uttecht die Spuren der Geschichte seiner Objekte. Er hebt Lack, der von Gebrauchspuren gezeichnet und zerkratzt ist, von Rost zerfressenes Metall hervor, entdeckt unerwartete Schönheit in Spuren meist zufälliger äußerlicher Einwirkungen. Sie sind in den Wänden der schweren Container und Mulden durch Bewegung entstanden, die sich beispielsweise in einer kurvigen Schleifspur, die beim Hochziehen durch den Kran entsteht oder in den vielfältigen Schrammen und dem abgeplatzten Lack materialisieren. So wandeln sich die Oberflächen im Laufe der Zeit. Die permanente Veränderung am statischen Objekt ist für ihn ein faszinierender Aspekt dieser Arbeit. Findet er später einen Container wieder, hat der sich weiter verändert, neue Verletzungen der Oberfläche sind hinzugekommen und die Korrosionen haben sich vergrößert. Oder die Mulde wurde mit einem neuen Anstrich versehen, der die Spuren weitgehend getilgt hat. So ist es fast unmöglich, ein Bild zu wiederholen.
Durch die Vergrößerung des Motivs werden die Detail von Ihrem Ursprung weitgehend losgelöst. Da Uttecht im Makrobereich fotografiert, können bei leicht gebogenen Metallplatten durchaus gewollte Unschärfen im späteren Bild entstehen, die die malerische Wirkung der Fotografien verstärken. Eine weitere Wirkung der Vergrößerung ist die Loslösung des Motivs aus dem ursprünglichen Kontext. Rückschlüsse auf Herkunft und ursprüngliche Materialität sind kaum noch möglich. Der Betrachter besinnt sich auf seine in Kunst und Malerei erworbenen Seherfahrungen und sieht in den Bildern Landschaften, die harmonisch zwischen Bewegung und Ruhe balancieren. 
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04.07.2014  Matthias Keller  "Parallele welten"  matthias.keller@gmx.de 
Ein wichtiges Anliegen von Matthias Keller ist die Verbindung unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen, wie Theater, Musik und bildende Kunst. Dem Betrachter seiner Bilder öffnet sich eine eigenartige Kunstwelt, die geprägt ist von der Begeisterung für das absurde Theater mit seinen irrealen Szenerien. Da begegnen sich Dinge und Handlungen, die jeglicher Logik entbehren. In anderen Fällen stellt der Maler grotesk-komische Szenerien dar, die von seinen grundsätzlichen Zweifeln an den herkömmlichen rationalistischen Kultur- und Denksystemen zeugen. Es herrschen Unordnung und Verwirrung, Unsicherheit und schwankender Grund.

Stilistisch hat er sich von seinem früheren informellen Ansatz entfernt. Heute gibt es in seinen Bildern viele figürliche Elemente, die er in surreale Räume einbindet. Darin begegnet sich die Welt des Realen und des Phantastischen. Eine rätselhafte, zuweilen zerstörerische Wirklichkeit trifft auf reine Gedankenwelten, die sinnlichen Erfahrungen stoßen auf gedankliche Konstruktionen. Dabei kommen das Spielerische der Formenfindungen und auch der Humor nie zu kurz. Alle Leinwände sind farbenfroh und zum Teil hyperrealistisch ausgeführt – das Absurde entsteht erst durch die Parallelität von Welten, die so nicht der alltäglichen Erfahrung entsprechen und denen der offensichtliche Sinn fehlt.

Matthias Keller versteht seine Malerei immer auch als eine Auseinandersetzung mit dem Werk anderer Künstler. Neben C.D. Friedrich sind es Piet Mondrian, David Hockney und Gerhard Richter, die ihn zu Bildfindungen herausfordern.

Eine zeitkritische Position nehmen die drei Fassungen von „Jeux dangereux“ ein. Halluzinatorisch wird in diesen „Gefährlichen Spielen“ die Realität in Frage gestellt. Sein oder nicht sein in dieser chaotischen Welt schwankender und einstürzender Bauten – das ist die Frage. Welche Rolle kann darin der einzelne Mensch spielen? Soll er wie Sysiphos immer wieder aufs Neue den Stein den Berg hinauf rollen, ohne je ans Ziel zu gelangen? Oder soll er in ewiger Wanderschaft seinen viel zu schweren Rucksack tragen, der ihn gleichsam erdrücken wird? Wie viel schöner ist der Traum vom Balancieren auf einem Seil hoch in den Lüften ohne jede Last…
Christina Ossowski 
Datum Künstler Ausstellung www
09.05.2014  Ira Bart     
Was kostet die Welt
Manch einer stellt sich diese Frage und beschäftigt sich damit:
was kostet die Welt – Welt die was kostet – kostet die Welt was?
Wie oft nutzen wir diese Welt - diese Macht – diese Ohnmacht (aus)?

So wird das o.g. Thema mit einfacher reduzierter Grafik ausgearbeitet. Ausgangsform ist der Mensch, der dieses Thema wohl am meisten beeinflusst, verantwortet und beantworten kann. Gesichter und Köpfe werden flach, oberflächlich, fassbar und doch unfassbar gezeigt. Verbindungen, Umwege, Irrwege, Kontakte werden durch unterbrochene oder durchgezogene Linien dargestellt. Die Linie ist eine starke Äußerung von Menschen, der diese zieht – Ausdruck der Gefühle. Durch die Farb- und Formsymbolik wird die Stimmung der Linien und der Flächen im Bild bestimmt. Wie beim Suprematismus mit Ikonenbezug wird die Realität und die hintere Realität in Farbe und Form umgesetzt. Kompositionen aus Elementen und Empfindungen des Lebens werden zusammengefasst und nur mit den nötigsten Linien – mal mehr, mal weniger ausgeführt. Danach sollte der Betrachter, wie Wassily Kandinsky einst sagte: „im Bild wandern und darin leben!“
Die Farben wurden durch die Konzeptarbeit zum Thema ausgesucht. Schwarz steht für feste Materie, Raum, Körper = Mensch. Weiß steht für Reinheit, das Gewissen, Ehrlichkeit und den Geist, Stille bis Stillstand. Grau schafft Abstand und neutralisiert oder verbindet. Rot bringt in den kleinen Flächen und Linien Bewegung in die Bilder – symbolisiert Macht und Stärke. Blau und Grün schreien nach der Freiheit, Wahrheit ohne Grenzen.
Am Anfang wurden die Linien auf die Grundierung – auf den Farbflächen - gezogen. Im Laufe der Arbeit bildeten die Flächen die Linien. Der Malprozess veränderte sich, es war kein normaler Farbauftrag mehr sondern ein Farbaufbau – Bausteine wurden aneinander und aufeinander geschichtet, es wurde solange „aufgebaut“, bis die Komposition und die Aussage im Bild stimmig waren. In manchen Bildern wird eine Akzentlinie über die Flächen und die entstandenen Linien gesetzt – diese verbindet die Linien und die Flächen miteinander und löst zugleich die strenge Grafik/Komposition nach außen hin auf. Das Auge wandert im Bild und versucht etwas zu fassen und zu begreifen.
Reduktion geometrischer Formen ist die einfachste Form = Ausdruck höchster Empfindung – nicht nur eine abstrakte geometrische Komposition sondern ein spirituelles Objekt. Diese Bilder sind eine Einladung, Abstand zu nehmen von der lauten Welt, unseren Blick auf wichtige Dinge des Lebens zu lenken. Je einfacher diese Bilder sind, umso komplizierter das Betrachten etwas zu erkennen – man braucht Zeit und Wollen (Josef Albers).

Ausstellungen

1996 – 2002 Semesterausstellungen der Freien Kunstakademie Mühlhofen
1996 Haus des Gastes Uhldingen
1997 Oberschwäbischer Kunstpreis der Elektrizitätswerke Oberschwaben
1997 Haus des Gastes Uhldingen
1998 Landratsamt Konstanz
1998 Rathaus Uhldingen
1999 SeeTV Überlingen – Studio-Einrichtung
1999 Jesuitenkloster Freiburg
1999 Möbel Frey Überlingen
1999 Augustinum Überlingen
1999 Oberschwäbischer Kunstpreis der Elektrizitätswerke Oberschwaben /Ankauf
2000 „Agricola“-Wettbewerb Glauchau
2000 Galerieräume der Vinothek Überlingen
2002 Museum Engen - „Ostern“
2002 Plattform 3/3 Friedrichshafen - „Farbe + Grafik“
2002 Rodt´sches Palais Meersburg - „Barock + Installation“
2002 Freie Kunstakademie Mühlhofen - „Rückblick 2002“
2002 Museum Engen - „Laut und Leise“
2003 Herzklinik Konstanz - „MIT ROT“
2004 Städtische Galerie Überlingen „Wasser in der Kunst“
2004 Haus zum Roten Knopf Konstanz „Mensch – Raum – Fläche“
Projekt Dr. Lang und Dr. Kleespies



Diverse Leasingverträge / laufend private und öffentliche Verkäufe 
Datum Künstler Ausstellung www
18.04.2014  Andrea Lohrmann  c'è momentum   
Es gibt Momente mein Tun geschieht intuitiv, ich tue es, weil ich es tun muss

Im materiellen wie im übertragenen Sinne „mehrschichtig“ sind die Arbeiten der ehemaligen Ulmer Künstlerin, die vor kurzem ganz an den Bodensee gezogen ist. In einer oft mehrfachen Grundierung auf Leinwand aufgebracht, gibt es die Grundlage für Lohrmanns Bilder. Dann trägt sie weitere, meist eher lineare Strukturen auf. Das löst sie dann in einer weiteren Ebene teilweise wieder auf, da trägt sie feinere eher gebogene oder kreisende Lineaturen auf oder Gebilde, die wie Schriftzeichen wirken, aber nicht konkret zu lesbar sind, oder es kommen sporadisch farbige Zeichen hinzu. Eine gern von ihr gesehenen Synthese ist das von „Alt und Modern“. Eigen ist vor allem das völlig gegenstandslose Spiel von ihrer Farbigkeit meist stark zurückgenommenen Flächen und divergierend starken mal kräftigen ja massiven, mal filigranen, ja fragilen Linien. Freiheit in Form, Struktur und Proportion, jedes ihrer Bilder hat sein Eigenleben, seine eigene Dynamik und Gesetzmäßigkeiten. Und eine Bildtiefe, die ihr sehr wichtig ist.
Sie verwendet bewusst keine Bildtitel. So möchte sie in all ihrem Tun stets den Betrachter mit einbeziehen. 
Datum Künstler Ausstellung www
28.02.2014  Andy Möbius  "Befindlichkeiten"   
Andy Möbius
Wirdumer Altendeich 18
26529 Wirdum
Telefon 04920-560
mail@andy-moebius.com
www.andy-moebius.com

„Befindlichkeiten“

Kategorie: Acryl, Tusche, Collage, Mischtechnik


Meine künstlerische Arbeit begann 1988. Gemeinsam mit der Künstlerin Helga Beisheim konnten im ostfriesischen Raum verschiedene Projekte „Kunst am Bau“ realisiert werden. Des weiteren entstanden Bühnenbilder und Installationen. Die Teilnahme an der Sommerakademie Paderborn 1992, insbesondere der Lehrgang „Freie Malerei“ bei Prof. Horst Hirsig erweckte in mir einen ungeahnten Gestaltungsdrang. Bereits 1993 begann ich mit dem Bau eines Atelier- und Werkstattgebäudes. Inspiriert vom neugeschaffenen Arbeitsumfeld, vom Jazz, so manchem guten Tropfen und der frischen Luft auf dem Wirdumer Altendeich, entstanden zahlreiche Gemälde.
Hierbei interessierte mich weniger ein Abbild der Natur – es war der ganze Reigen aus Stimmungen und Gefühlen, der sich auf den Leinwänden spiegelte. Also stellte ich meine Ausstellungen unter den Titel „Befindlichkeiten“.
1999 begannen regelmäßige Arbeitsaufenthalte im Wiener Atelier des Künstlers Georg Ypsilanti – welcher im Gegenzug bis zu seiner schweren Erkrankung auch gern zum Malen nach Ostfriesland kam. Auf einer Gemeinschaftsausstellung im Graf-Zeppelin-Haus präsentierte er damals seine Skulpturen, während ich meine Malerei erstmals in Friedrichshafen zeigte.
Nach langen Jahren und zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland freue ich mich besonders auf die Präsentation meiner Bilder im Kunstraum Plattform 3/3.
Meine Kindheit verbrachte ich in Fischbach, Ausbildung zum Bootsbauer in Seemoos, Jugendzeit in Friedrichshafen. Niemals hätte ich damals die französische Kaserne betreten dürfen. Und nun kann ich hier sogar meine Bilder aufhängen...
Für den „Farbklang“ am Vernissage-Abend konnte ich den genialen Jazz-Musiker und Multi-Instrumentalisten Andieh Merk gewinnen.
Ich kann's kaum erwarten.





Vita
Geboren am 18.08.1958 in Oberhausen, aufgewachsen in Friedrichshafen/Bodensee
Grundschule, 5 Jahre Gymnasium, 1 Jahr Elektronikschule, 3 ½ Jahre Ausbildung zum Bootsbauer
Nach dem Wehrdienst mehrjährige Reisen durch Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Nordafrika mit Zwischenbeschäftigungen als Kellereiarbeiter, Fernfahrer, Eiscremeverkäufer und Bootsbauer
1979 Beginn der Arbeit an Schiffsmodellen in Flaschen, Dioramen, Schaukästen, Seestücken
1980 Mehrmonatiger Englandaufenthalt mit Ausstellungen in Cambridge – Covent Garden
1981 Konzertagentur und Tourneeplanung – Schwerpunkt Jazz
1982 Übersiedlung nach Ostfriesland, Ausstellungen und Messen in verschiedenen Großstädten, u. a. Berlin, Frankfurt/Main, Stuttgart, München, sowie in Wien, Zürich und Genf
1988-92 Zusammenarbeit mit der Künstlerin Helga Beisheim, gemeinsame Projekte Kunst am Bau: Brunnenanlage in Hage-Berum, Kaai-Müür -Brunnen in Emden, Windturm in Norden, Wandgestaltung eines Verlagshauses, Bühnenbilder und verschiedene grafische Arbeiten
1992 Teilnahme an der Sommerakademie Paderborn mit Schwerpunkt Freie Malerei, Unterricht bei Prof. Horst Hirsig, seitdem kontinuierliche Auseinandersetzung mit Freier Malerei
1993-95 Errichtung eines Atelier- und Werkstattgebäudes
1996 Zusammenarbeit mit verschiedenen Architekturbüros bei der grafischen Raumgestaltung
1997-98 Entwurf und Bau einer Brunnenanlage für den Rathausplatz der Insel Baltrum
1999-2000 Mehrmonatige Aufenthalte in Wien, Arbeit im Atelier Ypsilanti.
Ausstattung des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2000 Hannover mit verschiedenen Bildern durch die NORD/LB.
Projekt „Bild und Ton“ mit dem Komponisten Stefan Albert, Uraufführung Schloss Nebersdorf, Österreich
Herausgabe des Kataloges „Befindlichkeiten“
2001 Ausstellung „German House Gallery“, New York, USA
2002 Ausstellung und Atelieraufenthalt „La Finca del Arte“, Teneriffa, Spanien
2003 Projekt „Zusammenklang“ mit Stefan Albert und dem Lyriker Dr. Hans-Hermann Briese (www.docbriese.homepage.t-online.de), Herausgabe der gleichnamigen Werkmappe.
Gestaltung der Bildmöbel von Rudi Pollak (www.avocato.de)
2004 Uraufführung „Zusammenklang“, Kunsthalle Dresden, Aufführung in der Sparkasse Norden.
Projekt „Wellenteppich“ von Mirko Siakkou-Flodin (www.mo-metallkunst.de) mit sieben weiteren Künstlern
2005 Uraufführung Projekt „Ich hätte es gewagt“ mit Stefan Albert und Hans-Hermann Briese, Halle der Künste, Friedrichshafen/Bodensee
2006 Aufführung „Zusammenklang“, Las Tunas, Kuba
2007-08 Diverse Ausstellungen im In- und Ausland, weiterhin Arbeitsaufenthalte im Atelier Ypsilanti, Wien
Herausgabe des Kataloges „Befindlichkeiten II“
2009-10 Gemeinsame Projekte mit den Künstlern Ralf Koch, Arnulf Müller und Georg Ypsilanti
Organisation verschiedener Ausstellungen für Georg Ypsilanti. Dokumentationen des Wiener Filmemachers Werner Arno Maninger auf www.youtube.com: „Andy Möbius – Vernissage Gerichtszentrum Wien Mitte“ und „Arnulf Müller und Andy Möbius – bis zum letzten Pinselstrich“
Herausgabe des Kataloges „Befindlichkeiten III“, gefördert durch die Sparkasse Aurich-Norden.
2011-13 Februar 2011 Beerdigung von Georg Ypsilanti und Schließung des Wiener Ateliers „Art Cocktail“.
Weitere Gemeinschaftsarbeiten mit Ralf Koch.
Der Maler Arno Dirksen aus Überlingen verbringt einen Sommer im Atelier Möbius in Ostfriesland
Ankauf Landkreis Aurich und Stadtverwaltung Norden für die Sitzungsräume.
Diverse Workshops.
Kunstprojekt mit 10 Schülerinnen der Ganztagsschule Bruchmühlbach-Miesau.

Ausstellungen:
1997 Architekturbüro Neugebauer, Weilheim/Teck
MOFZOP Filmproduktion, Wien/Österreich

1998 Finanzberatung FNO Norden
Kurhaus Insel Juist

1999 Schloss Nebersdorf, Ausstellung und Projekt „Bild und Ton“, Burgenland/Österreich
„Graf-Zeppelin-Haus“ Friedrichshafen mit Georg Ypsilanti

2000 Kurhaus Borkum

2001 „German House Gallery“, New York, USA
Nord/LB Art Gallery Hannover

2002 Hotel „Astoria“ Bad Kissingen
Weinwelt Mack & Schühle, Owen/Teck
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
„La Finca del Arte“ Chaiofa, Teneriffa, Spanien

2003 Giechburg, Gruppenausstellung Bamberg
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Hotel „Galama Dammen“, Koudum, Niederlande
Weinwelt Mack & Schühle, Owen/Teck, Gruppenausstellung „Möbius & Friends“
Thonet Museum, Bildmöbelausstellung, Boppard

2004 Kunsthalle Dresden
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Ringstraßengalerie Wien
Deutsche Ärztefinanz, Hagen
Sparkasse Aurich-Norden

2005 Klinik „Maria Hilf“ Station 4, „Kunst zum Menschen“, Krefeld
Wassersportzentrum „Ultramarin“ und Hotel Schattmaier, Kressbronn, Gohren
„Halle der Künste“ in Friedrichshafen

2006 „Festival Cucalambeana“ Las Tunas, Kuba
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Pelzerhäuser – Ostfriesisches Landesmuseum Emden

2007 Gruppenausstellung Spree, Emden
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Oberfinanzdirektion Oldenburg

2009 Ärztekammer Münster
Gruppenausstellung Rysumer Mühle
Ärztetagung Kulturinsel Borkum

2010 Gruppenausstellung Justizzentrum Wien-Mitte
Café Bitdorfer, Wien
Sparkasse Aurich-Norden
Generalagentur „Württembergische“, Kressbronn
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Riverside Galerie, Innsbruck
Maritim Hotel Kunstmeile, Stuttgart
Kanzlei Lahusen & Derpa, Stuttgart
Facharztpraxis Dr. Deufel & Dr. Emmerich, Freiburg

2011 Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Kreishaus Aurich

2012 Rathaus Bruchmühlbach-Miesau
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Rathaus Norden

2013 Sparkasse Kusel
Ärztetagung Kulturinsel Borkum
Kunsthaus 57, Osnabrück

2014 Kulturzentrum „Das Dorf“, Wien, Projekt „Ypsilandy“ 
Datum Künstler Ausstellung www
31.01.2014  Elis Vermeiren  "Jetzt"   
MOTIVATION
Auf der Strasse entdecke ich täglich Bilder, die im Zusammenwirken von Mensch und Natur entstehen. Der Mensch hinterlässt Plakate, Schrift, Zeichen, Farbe auf den Fassaden, Schaufenstern und Türen, die Natur wirkt auf diese ein, sie lässt die Materialien verwittern.
Die Spuren, die entstehen sind in einem fortwährenden Prozess. Ein solches Bild kann sich radikal verändern, wenn Plakate oder Zeichen entfernt werden, die Fassade überstrichen oder gesäubert wird. Die Bilder sind im Prozess und von kurzer Dauer. Die offensichtliche Vergänglichkeit relativiert das eigene Dasein.
Mich fasziniert, dass aus dem Prozess der Zerstörung und der Vergänglichkeit Neues entsteht.
Im urbanen Raum verbinden sich die zwei scheinbar gegensätzlichen Pole: Mensch und Natur. Das von Menschenhand Geschaffene wird von organischen Verwitterungsformen durchdrungen.
Der chaotische Prozess der unzähligen aufeinander einwirkenden Materialien und Elemente lässt Bilder entstehen, die in ihrer gegenstandslosen Vielschichtigkeit meine Fantasie anregen.
Diese Bilder sind Ausgangspunkt meiner Arbeiten, aber auch die Spuren und Farbreste auf meiner Arbeitsplatte und auf dem Atelierboden beherbergen eine Vielzahl an Bildwelten und somit Inspiration für meine Arbeiten. Mich interessiert, dass in unscheinbaren Dreck-, Arbeits- oder Lebensspuren, Bilder entstehen, ganz nebenbei.

ACRYLGLAS
Die Rückseite der bemalten Leinwand hat mich am Anfang meines Studiums am meisten interessiert. Die immer wieder übermalte Leinwand hat mit der Zeit Spuren auf ihrer Rückseite hinterlassen. Spuren die durch die Arbeitsprozesse auf der Vorderseite verursacht wurden, die aber durch die physikalischen Eigenschaften der Leinwand und der Farbe entstanden und so nicht mit dem Pinsel nachahmbar sind.
Ich suchte nach einem Medium, dass die Rückseite meiner Arbeitsspuren mit einbeziehen sollte.
Auf der Suche nach durchscheinenden Materialien experimentierte ich mit verschiedenen Papieren, sickernden Farben, Wachsen und Ölen.
Die heruntergekommenen Schaufenster leer stehender Geschäfte mit verwitterten Plakatresten inspirierten mich letztendlich dazu, Acrylglas als Medium zu nutzen.
Die Transparenz dieses Mediums ermöglicht den Blick auf die sonst verborgene Rückseite des Farb- und Materialauftrages. Das Bild greift in den Raum, in dem die freibleibenden Partien den Raum dahinter und die spiegelnde Oberfläche den Raum davor mit einbeziehen.
Durch die Bearbeitung beider Seiten des Acrylglases und das hintereinander Stellen verschiedener Acrylglasplatten, wird die Bildebene auf mehrere gestaffelte Schichten verteilt, Vorne und Hinten vermischen sich, die Oberfläche wird in Frage gestellt. Die meist unbearbeitet belassenen Vorderseiten mit ihrer glatten sauberen Fläche kontrastieren mit dem prozeßhaften Geschehen innerhalb des Bildes. Andererseits bezieht die spiegelnde Oberfläche den Betrachter als flüchtiges Element in das Bild mit ein.

ARBEITSWEISE
Vor der Arbeit auf dem Acrylglas habe ich etliche Fotografien von Verwitterungsprozessen im Straßenbild Leipzigs und Berlins gemacht. Diese Fotografien dienen mir als Inspiration.
Auf den Acrylglasplatten verarbeite ich Materialien unterschiedlichster Beschaffenheit. Das können verschiedenste Papiere, Klebeband und Stoff sein, sowie Ölfarbe, Acrylfarbe, Pigmente, Kreide, Tusche, Bister, Kasein und Lack.
Ziel ist es verschiedene Strukturen entstehen zu lassen, hier provoziere ich den Zufall als Inspirationsquelle: Meine Arbeit beginnt mit dem intentionslosen Füllen mehrerer auf dem Tisch liegender Platten. Auf den flüssigen Farbauftrag lege ich Papiere, die ich nach kurzer Zeit wieder abziehe oder festtrocknen lasse. Dadurch entsteht ein Abdruck, der in seiner Struktur entsprechend der Trocknungsdauer stark variiert.
Meist lege ich auf 5 bis 10 Platten gleichzeitig eine Art farbiger, materialreicher Grundierung an, die dann, nach dem Trocknen, im nächsten Durchgang größtenteils wieder abgerissen, abgekratzt oder abgewischt wird. So entstehen erste Arbeitsspuren.
In diesem Stadium geht es mir noch nicht um Komposition, sondern um die Entstehung von Formen und Strukturen, die dem Zufall und der Materialität entstammen. Von den so erarbeiteten Platten stelle ich 2 bis 3 Stück hintereinander, wodurch neue Formen und Farbkombinationen entstehen. Das Auftragen und Wegnehmen und Neu kombinieren setze ich solange fort, bis für mich ein Bildthema ersichtlich wird. Dann überlasse ich das Bild sich selbst und reagiere auf seine Bedürfnisse.









Vita



Geboren am 22.10.1980 in Recife, Brasilien

Aufgewachsen in Hamburg

2002 Studium der Malerei an der Sint-Lucas Hochschule für Bildende
Künste in Gent, Belgien

2003 Studium der Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und
Buchkunst in Leipzig, Deutschland

2005 bis 2009 Geburt meiner drei Kinder

2009 Abschluss mit Diplom in der Fachklasse Prof. Neo Rauch

2009 „Baluster“ Ausstellung der Absolventen der Klasse Prof. Neo Rauch
Columbus Art Foundation, Spinnerei Leipzig

2012 Einzelausstellung in der Galerie „Ecke 23“, Malchin, Mecklenburg

2012 Einzelausstellung im „Bodensee Art Fund“, Wasserburg am Bodensee

Seit 2012 wohnhaft in Wilhelmsdorf, Baden-Württemberg