Ausstellungsarchiv

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Datum Künstler Ausstellung www
18.11.2016  Brigitte Messmer/Birgit Mangold  wort.raum.farbe   
Die Sprache von Birgit Mangold ist das geschriebene Wort und seine Zwischenräume, die einladen, eigene Emotionen zu entdecken.
Eine Auswahl ihrer lyrischen Texte waren für die Malerin Brigitte Meßmer Inspiration, einen Zyklus von Gemälden zu schaffen, die dem emotionalen Klang der Gedichte eine Gestalt aus Farbe und Form geben.
Beide Ausdrucksweisen sprechen für sich. Beide laden zum Übersetzen ein, um zwischen Wort und Bild etwas Drittes zu entdecken - den inneren Dialog. 
Datum Künstler Ausstellung www
04.11.2016  Erika Lohner  "Meine Bilder"  www.erika-lohner.de 
Gedanken zu meinem Arbeiten
Anlässlich der Ausstellung in der Sparkasse Bodensee : „stop and go“
Jürgen Weing, Wortkünstler, Tettnang Laudatio:
„meine letzten arbeiten“ sind sehr viel freier geworden, freier geworden, die festen formen sind verschwunden, male wie eine verrückte, wie eine verrückte, wie eine besessene, male wie eine besessene, male eine leichtigkeit, male mich aufwärts, meine letzten arbeiten sind sehr viel freier geworden, ich fliege, ich fliege über gegenstände, über feste formen, so leicht wie licht wird mir, wie licht, male mit schwung in die himmelskurven, fliege übers weite bild, unter mir sehe ich städte, menschen, seen und landschaften, und ich fliege immer höher und höher und höher und alle gegenstände lösen sich auf, und ich fliege wie ein luftballon an der decke in meinem atelier umher, und ich bin angefüllt mit farbe und weit weit unter mir sehe ich besucher und ich winke, mit meinem pinsel winke ich, ich winke hin und her und wünsche ihnen freie sicht auf meine bilder.
kratzen schlürfen
eine weiße, eine unberührte, eine mit farbe getragene, dünn auf getragene und dann immer, immer pastoser getragene, kratzen, kratzen, schlürfen, nehmen und fügen hinzu, mit händen, die leinen bearbeiten, spächteln und wenden
sanden und kanten, ein berührtes schlürfen verstärkt es, es verfärbt sich
es wändet sich, es windet sich, es glättet sich, glatt glätten, leinwände glätten, fordern mich, die feuchten, die ungezeichneten frühen, erkennbaren, schlieren sich und lieren sich und fast sichtig verspurte, die folgen mir und dichten sich wieder ein.
wasserhahn
oft halte ich das ganze bild unter den wasserhahn, wasserhahn, wasserhahn, was fängt das bild mit wasser an, wasserbilduntermalung, unterwasserbildmalung, kaltwasser, oft halte ich das ganze, mit spachtel und farbe, mit farbe und schwung, warmwasserwarmhaltung, die oberste schicht wird entfernt, und fließt und fließt und fließt in den rhein, reinfließen, ins meer fließen und die untersten schichten fließen in weit entfernte länder, länderfließen, ferne spachtelfließfarben, male mit fernen fernfarben und halte das bild, das ganze bild unter den wasserhahn und das ganze bild kräht und von fern fließen fließwasserfarben in weit entfernte wellenspachtelländer und ich krähe und krähe zurück zu wasserwurzeln und das bild, das bild, das ganze unterbild stellt wellende bildfragen, die frühen glanzfragen, die ganzen unterwasserweltfragen, fließen hinein, schicht für schicht.
es kann sein
es kann sein, daß mir das irgendwann nicht mehr gefällt, ein neues bild entsteht, ein anderes bild entsteht, und es kann sein, daß mir das irgendwann auch nicht mehr gefällt, und ein neues bild entsteht, ein anderes bild entsteht, und es kann sein, und es kann sein, und es kann sein, und dann ist es fertig und es kann aber sein, daß mir das irgendwann auch nicht mehr gefällt und ein neues kann sein entsteht, und es kann sein, dass das neue kann sein mir irgendwann, irgendwann auch nicht mehr gefällt, und mir fällt ein, dass das irgendwann mir irgendwann auch nicht mehr gefällt und es entsteht ein neues und irgendwann ein neues und ein neues und ein neues und schon ist es fertig
.
© Jürgen Weing, Dentenweiler 3, 88069 Tettnang, www.juergenweing.de 
Datum Künstler Ausstellung www
07.10.2016  Seekult Künstler der ZU  Seekult   
SEEKULT: Zwei Tage voller Musik, Kunst und Kultur am
Fallenbrunnen in Friedrichshafen
Vom 07. bis zum 08. Oktober 2016 ab 17 Uhr geht das
studentische Kulturfestival SEEKULT in die sechste Runde,
dieses Jahr unter dem Titel “Heimat Digital“.
Das Kulturhaus Caserne und die Plattform 3/3 werden
erneut zur Bühne für eine Vielzahl an Veranstaltungen, die
das Thema künstlerisch, musikalisch oder performativ
aufbereiten, um so die Besucher in ein Spannungsfeld
zwischen den Polen „Heimat“ und „Digitalisierung“ zu
entführen.
So stellen sich in der Gegenwart schon Fragen, ob digitale
Welten auch Heimat darstellen können.
Oder ist Heimat immer etwas, das im Realen greifbar sein
muss?
Können Tradition und Bits & Bytes miteinander
einhergehen, oder sind diese beiden Pole unvereinbar?
Eine herausfordernde Aufgabe für unsere Künstler, die
ganz frei zu unterschiedlichen Antworten kommen
werden. Eine Vielzahl an Eindrücken soll die Gäste dazu
einladen, sich mit dem und durch das Thema inspirieren
zu lassen oder Antworten auf eigene Fragen zu finden.
Ziel des diesjährigen SEEKULT Festivals ist es, das
abstrakte Thema „Heimat Digital“ so facettenreich wie
möglich erlebbar zu machen und die Gäste zu einem
begehbaren Essay einzuladen. 
   
Datum Künstler Ausstellung www
02.09.2016  Anna Rudolf / Felicia Waldecker  "FaszinationFarbe und Form"   
Felicia Waldecker
SKULPTUR


Skulpturen zu gestalten bedeutet für mich Freiheit erleben in der Variation von Fläche und Raum.
In der Formgebung folge ich der Ästhetik der Linie. Ihre Klarheit leitet in Verbindung mit der Fläche zu einer meist schlichten Form, die durch eine exakte Führung der Kanten an Ausdruck gewinnt.
Nicht nur die Veränderung der Kante ist ein wesentliches Mittel, um Spannung zu erzeugen, sondern auch der nahtlose Übergang von der konvexen zur konkaven Fläche charakterisiert meine Arbeiten.
Diese Lebendigkeit wird gesteigert durch das Spiel mit der Auflösung der Kante in der Fläche, die organisch in eine neue Linie führt.
Eine solche Arbeitsweise erfordert Mut zur Kante und verweist auf den Prozess der Individualisierung.
Die freie Linienführung ermöglicht ein intensives Formerlebnis und befreit mich als Künstlerin und den Betrachter von Formzwängen.
Dadurch entstehen neue geistige Perspektiven im Innen und Außen. Dabei verwirklicht sich immer wieder neuer Raum; die Variation von Innen und Außen steht für die inneren Seelen- und äußeren Handlungsräume, die es im Alltag immer wieder gilt, miteinander abzugleichen und zu harmonisieren.
Der Gips bietet mir vielfältige Möglichkeiten, die mir maximale Gestaltungsfreiheit in der Formgebung erlauben, wohingegen meine große Leidenschaft der Marmor ist, bei dem es mich besonders reizt, dessen Grenzen auszuloten. Beiden gemeinsam ist Weiss, das das Spiel von Kanten und Formen im Licht besonders deutlich hervorhebt.
Ich wünsche ihnen ein intensives Formerlebnis!
Von 1981 bis 1988 absolvierte ich ein Medizinstudium mit dem Abschluss zur Ärztin, meine Promotion führte mich einige Zeit nach Australien, Sri Lanka, Malaysia, Indien und China, wo ich einige traditionelle Heilmethoden erlernen konnte.
1997 begann ich eine Bildhauereiausbildung bei Axel F. Otterbach, bis heute begleitet er mich immer wieder als Lehrer.



Anna Rudolf: Gedanken zu meiner Malerei


Meine Bilder, in Mischtechnik auf Acrylbasis, großformatig, entstehen aus der Begeisterung am Malvorgang und der Auseinandersetzung mit Farbe, Komposition, Struktur und Linie. Ich betrachte meine Malerei als experimentelles Unterfangen. Frei von Zielen und Intensionen entwickeln sich meine Bilder im offenen Malprozess ohne vorherige Überlegungen und Suchen nach einer Bildidee. Ideen und Sujets für ein Bild finde ich ohnehin überall in der Natur.

Ich bin sozusagen alleine mit mir und meinen Gefühlen in einem endlosen Zwiegespräch
voller Begeisterung,
Neugierde,
Überreaktion,
von Jubeln bis zum Abstürzen,
Zerstören
und wieder neu Beginnen

Ein spannungsreiches Nebeneinander von Form und Linie braucht farbliche Kontraste und ganz sicher auch den Zufall, der sich entweder einschleicht oder durch ein Versehen passiert, und wenn er passiert, willkommen ist.

Farben sind eine wichtige Energiequelle und eine sehr persönliche Angelegenheit. Wir sind überall von Farben umgeben, die unsere Augen und Sinne ansprechen und Botschaften übermitteln. Als Malerin habe ich die beste Plattform, mich zur Farbe zu bekennen und mit den Möglichkeiten, die im Mischen von Farben schlummern, umzugehen. Den Farben beigemischt werden außerdem Sande, Steinmehle, Aschen und Bindemittel, um durch überlagerte Farbschichten eine Tiefenwirkung zu erreichen.

Es ist immer das gleiche Spiel, um zu lebendigen und auch sinnlichen Bildern zu kommen. Und so ist nach dem Spiel auch immer wieder vor dem Spiel.

Die Kunst ist eine Tat, ein Wort, ein lebendiges
Feuer, ein Funke, der von Mensch zu Mensch
überspringt

heißt es in einem Zitat des Kunsthistorikers Wladimir Weidlé.
Ich würde mich freuen, wenn es mir gelänge, mit meinen Bildern einen Funken beim Kunstliebhaber zu entfachen.

Anna Rudolf 
Datum Künstler Ausstellung www
27.07.2016  Sofar-Sounds-Konzerte    www.sofarsounds.com/friedrichshafen 
Musikliebhaber schaffen sich Raum im Bodenseekreis.

Seit April 2016 haben Musikbegeisterte aus Friedrichshafen und der Umgebung die Gelegenheit, an privaten Konzerten teilzunehmen, die in ausgewählten Räumen stattfinden. Das 2009 durch eine Londoner Initiative entstandene Konzept «Sofar Sounds» gibt es bereits in etwa 260 Städten der Welt und es versammelt mehrere Dutzend Personen um ein gemeinsames Ziel: den musikalischen Austausch und die Entdeckung neuer Künstler.

Alle Sofar-Sounds-Konzerte werden aufwändig aufgenommen und gefilmt. Der YouTube-Kanal von Sofar Sounds bietet eine globale Aufmerksamkeit mit etwa 200.000 Suscribers.

Neue und erprobte Talente haben auf diese Weise die Gelegenheit, in einer familiären und geselligen Atmosphäre aufzutreten.

Die Sofar Sounds Konzerte bieten mehr als Pyjama-Partys. Sie sind wahre Profi-Konzerte, die man in einem geschlossenen Rahmen genießenkann. Die Teilnehmer müssen sich in eine Gästeliste eintragen. 48 Stunden vor dem Auftritt erhalten sie die Adresse des Konzertorts und lernen die Künstler erst kennen, nachdem sie die Räume des Gastgebers betreten haben. So auch zur Finissage am Mittwoch, den 17. 07 in der Plattform 3/3 19 Uhr 
Datum Künstler Ausstellung www
15.07.2016  Joanna Klakla  "Intimität der Schrift"   
JOANNA KLAKLA
joanna@klakla.de www.klakla.de
Geboren 1971 in Krakau; Studium für Kunsterziehung und Holzschnitt am Kunstinstitut der Pädagogischen Universität in Krakau 1990-1995;
Seit 2002 wohnt und arbeitet sie als Freischaffende Künstlerin am Bodensee. Seit 2006 Dozentin an der Jugendkunstschule Bodenseekreis in Meersburg.
Die Arbeiten aus der Serie „Intimität der Schrift” sind inspieriert mit der abstrakten Form von dem Buchstaben.

DIE INTIMITÄT DER SCHRIFT
Entstehungsprozess / Von Schrift zum Bild
Es begann mit einer Reise nach Istanbul, mit dem Besuch kultureller Schätze, mit einem Erfassen mittels Fotografie, woraus eigenständige grafische und malerische Skizzen entwickelt wurden. In der Hagia Sofia wirkten auf mich die Kalligrafietafeln wie mit Metaphysik geladene abstrakte Bilder. Der Kontrast, die Vervollständigung und die Konzentration der visuellen Inhalte faszinierten und bezauberten mich mit ihrer Kraft.
Es ist eine Serie von Fotos entstanden mit Details und Fragmenten. Es wurde mir klar, dass an diesem Ort Elemente zu finden waren, die mich in der Malerei und in der Natur am meisten faszinieren und inspirieren: Schönheit, Ausdruckskraft, Klarheit, Prägnanz und gleichzeitig ein Reichtum an Formen, das sich in den sensiblen „Veränderungen“ der Schrift auf der Tafel zeigte.

Die Fotografien wurden weiterentwickelt zu Bildern, die sich aus diesem Kontext gelöst haben, ohne das Archetypische arabischer Kalligrafie als Einfluss zu leugnen.

Schrift dient dazu, der Sprache eine sichtbare, dauerhafte und decodierbare Form zu geben – doch darum geht es mir in dieser Serie nicht. Ich bewege mich im Moment schrittweise von der Schrift zurück in die Richtung von immer wieder werdender Vereinfachung. Durch die Nahaufnahmen komme ich auch dem Wort, den Buchstaben ganz nah. Ich versuche die Intimität, die gegenseitige Beziehung der Schriftelemente zu beobachten und zu interpretieren. Das arabische Alphabet ist eine Anordnung horizontaler und Vertikaler Linien, diakritischer Punkte und Schleifen, die Ihren eigenen Rhythmus haben. Der Buchstabe besitzt eine eigene Logik, schlägt Wellen, wird breiter und wieder schmaler, weist Dynamik, Bewegung, Flüssigkeit, Kontinuität, Veränderung, Anfang und Ende auf. Diakritische Zeichen sind Akzente und Pointen, Kurven und Aktionswendungen. Die Farbe ist die geistige Geometrie zwischen dem Hellen und dem Finsterem. Die Komposition meiner Bilder bleibt offen, ein Element fließt durch die „Filmaufnahme“, der andere spannt sich an, flüchtet gerade aus der Sichtweite oder steigert sich in der Wiederholung. Was mein Visuelles Interesse weckt, sind sowohl die aggressiven, dynamischen Komponenten der Bildsprache als auch das weiche Element, das Insichkehren, Sichzurückziehen auf eine weibliche, schwache Art. Durch reduzieren und vergrößern wird der Inhalt nicht mehr erkennbar und lesbar. Er verwandelt sich zum abstrakten Bild, in dem einzelne Formen und Flächen miteinander wirken und Spannung erzeugen. Diesen Prozess möchte ich in Gang setzen. Die Kaligrafie aus Istanbul birgt eine emotionale Poesie. Sie war mir ein Impuls, um mich mit dem Thema Schrift auseinander zu setzen, dem Schreibgestus zu nähern und laufend neue Inhalte "unter die Lupe" zu nehmen. Der Akt der Übertragung und Weiterentwicklung der ausgesuchten Fragmente der Schrift wird von mir als eine Dekontextualisierung gesehen, die eine neue Klarheit und überzeugende bildnerische Wirkung mit sich bringt, die Poesie der Linie.

Wenn ich gewusst hätte, dass es so etwas wie die islamische Kalligraphie gibt, hätte ich nie zu malen begonnen. Pablo Picasso 
Datum Künstler Ausstellung www
10.06.2016  Hendrik'Tutlies/Peter Gebhard  Schöpfung   
Kurzbiographie

• Peter Gebhard
• Geboren 1947 in Biberach / Riss, aufgewachsen in Friedrichshafen
• Gelernter Modellschreiner
• Ausbildung zum Maschinenbauingenieur in Weingarten und Berlin.
• Inhaber verschiedener Ingenieurbüros mit nationalen und internationalen Aufträgen
• Seit wenigen Jahren Befreiung von den Fesseln des Alltags und Widmung ausschließlich den Skulpturen, Fabelwesen, Abstraktes, bis hin zu alltagstauglichen Unikaten


Mein Anliegen

Ich liebe die Natur, den See mit seinen Bergen im Hintergrund. Mich faszinieren die kunstvollen Formen, die durch Sonne, Wasser, Wind und Wellen gezeichneten unterschiedlichsten Materialien.

Wichtig ist mir, dass meine Werke keine neuen Ressourcen verbrauchen. Sie entstehen aus Treibholz vom Bodensee und den angrenzenden Flüssen.

Arbeiten
Mit meinen Skulpturen konserviere ich zerfallende Bausteine der Natur und führe sie zu neuer Schönheit.

Ich nutze bei meinen Arbeiten die von der Natur vorgegebenen Gestaltungsmöglichkeiten. Ich breche Formen auf und arbeite klare Linien und Übergänge heraus. Naturgeformtes Bodensee-Treibholz erhält so ein ästhetisches Gesicht.
Natürliche, ausgewaschene Holzrohlinge betrachte ich wie Rohdiamanten. Erst durch die Bearbeitung offenbaren sich, Schönheit und Ausdruckskraft des Holzes.
In einem Spannungsfeld von Licht und Schatten erwachen meine Objekte zum Leben.

Hendrik Tuttlies, geboren 1944.
Ausbildung als Werkzeugmacher mtu Friedrichshafen.
Anschließendes Studium Grafi k-Design Bodensee-Kunstschule.
Ab 1965 zwanzigjährige Tätigkeit in eigener Werbeagentur
in FN und Design von hochwertigen Sitzmöbeln.
Nach 1988 Verlegung der kreativen Aktivitäten nach Kanada
Nova Scotia. 2001 Beginn mit Zeichnen und Malen.
Lebenserfahrungen und innere Gefühle zeigen sich in Öl auf
Leinwand auf abstrakt expressionistischer Art.
Ausstellungen in Halifax, sowie in der Art-Galerie Nova Scotia
am Kunst-Freitag in FN und bei der Kunstnacht in Ravensburg
waren erfolgreich und sahen viele Besucher. So fi nden die
Bilder inzwischen in Halifax, Montreal, New York, Hamburg, Zürich,
München, Stuttgart und natürlich auch in der Umgebung des
Künstlers Ihre Liebhaber.
Die Bilder können auch angemietet werden. Ein preiswerter
Weg sich mit schönen Dingen zu umgeben.
Beim Drang nach einer kontinuierlichen Weiterentwicklung,
neuen Formen und Elementen entstanden Arbeiten mit
Tusche auf Papier, hinter Glas und auf Aluminium unter dem
Thema Schöpfung und auf der Suche. Die neuen Arbeiten
hinter Glas und auf Aluminium zeigen die Vielseitigkeit ohne
Stiel und Richtung zu verlassen.
Im Haus/Atelier des Künstlers in Bermatingen können meist
über 60 Werke mit Hendrik Tuttlies besichtigt werden

Farben, Formen, Strukturen, Bewegung.
Der gewollte Zufall beim Malen ist wie eine Schöpfungsakt...
alles ist möglich. Auf höchstem Kompositionsniveau
entwickeln sich Formen, die nicht dem eigenen
Willen entspringen, und doch durch mein Tun entstehen.
Alles ich also ?
...ich, der Gutmütige, der alles Wissende, der Gemeine,
der Negative, der Positive, der Hoffende, der Ehrgeizige,
der Kranke, der Perfekte, der Vielseitige, der Unvollkommene,
Alles ich..?
alles schöpft dann aus mir, alles fl ießt, geht ineinander über,
alles entwickelt sich wie von selbst, existiert, verändert sich,
wird schön oder explosiv bis ins kleinste Detail.
Man merkt hier ist ein Ende der Entwicklung nicht abzusehen,
Alles beginnt immer wieder von Neuem. Nichts ist gleich.
Wie in der Schöpfung/Evolution. 
Datum Künstler Ausstellung www
08.04.2016  Martina Fischer  Dynamik und Form   
Dynamik und Form

Ist es nicht die Neugier, das ureigene Interesse eines Menschen, in einen Raum hineinsehen zu wollen, quasi eine neue fremde Welt zu entdecken?

So gesehen sind die Werke von Martina Fischer eigentlich keine Bilder, sondern vielmehr Räume. In diese kann man hineinsehen und neue Welten entdecken, die sich ganz im Sinne Fischers zwischen Abstraktion und Illusion bewegen. Dynamik und Form werden so zu zwei wichtigen Elementen in ihren Welten.

Dabei ist es schon gewagt, in Fischers abstrakten und illusionistischen Welten noch von materiellen Formen zu sprechen. Die Materie als Grundlage von Form stellt sich in Fischers Werken meist als ein undefiniertes Farbfeld dar, das einerseits zwar klar durch eine messerscharfe Kante begrenzt ist, zur anderen Seite hin sich aber oftmals in illusionistische Transparenz auflöst. Oder es wird schlicht von einer anderen abstrakten Form überlagert. So entsteht aus Fischers ganz speziellen Formen letztlich eine neue anschaulich-sinnliche Dimension.

„Abstrakte Wesen“ nennt Wassily Kandinsky solche Formen, die immer komplizierter werden und keine mathematische Bezeichnung mehr besitzen. Und „die als solche ihr Leben haben, ihren Einfluss und ihre Wirkung.“ Bei Kandinskys Wesen und Fischers neuer Dimension beherrschen Geschehen und Entwicklung die Form, oder wie der New Yorker Kunstkritiker Raphy Sarkissian es formulierte: „Die Dichotomie von Masse und Raum [ist bei Fischer] klar von der Dynamik der Gestalt bedingt.“ Dynamik wird in Fischers Werken zum zentralen Aspekt von Form.

Bereits bei Caravaggio war nur bildwürdig, was Geschehen in sich aufnahm. Transitorisches Helldunkel verankerte er in der Form selber, und entsprechend änderte sich seine Dynamik. Die himmlische Lichtfülle und irdische Düsterkeit basiert bei ihm auf einem Autoritätsgefälle, Weiß dominiert Schwarz, und zwar umgekehrt durch begrenzte Lichtmengen.

Der akribische Einsatz von Schwärze und Helligkeit wie bei Caravaggio findet sich auch in Fischers Werken, er ist bei ihr allerdings nicht das alleinige Mittel zur Transzendierung der Form. So ist bei ihr die physikalische Dynamik nicht im Anziehungszentrum verankert, sondern in der Form selber. Die Form wird damit zu einem unabhängigen Eigenzentrum mit sich entsprechend ändernder Dynamik. Sie wirkt damit widersprüchlich perspektivisch.

Dynamik und Form folgen in Fischers Werken einer eigenen Gesetzmäßigkeit, die sich gemäß Sarkissian „je nach dem jeweiligen Blickpunkt des Betrachters ständig verschiebt und neu konstituiert.“ Diese Synthese bildet die Grundlage für die unerschöpflichen Imaginationen beim hineinsehen in ihre Räume.
Dieter Leder


Geboren 1967.

Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien.
Studium der Kunstgeschichte und Musikwissenschaften in Heidelberg.
Längere Aufenthalte in New York, Buenos Aires, Shanghai, Tokyo u 
Datum Künstler Ausstellung www
11.03.2016  Christine Gebhart  the time between   
*Fotografie und Zeichnung
the time between

Die Künstlerin Christine Gebhart
schafft eine Verbindung zwischen ihren Arbeiten
durch den gemeinsamen Konsens der Spontanität.
Urbane Momentaufnahmen ihrer Farbfotografie ergänzen
die skizzenhaften Zeichnungen, die mit Tusche auf Papier,
figürliche Ausschnitte imaginärer Szenen zeigen


geboren 1968 Leutkirch / Allgäu

1987-1990 Ausbildung zur Goldschmiedin
Berufsfachschule für Glas
und Schmuck,
Neugablonz / Kaufbeuren

1990 Eigene Kunstwerkstatt

1998 Intensive Auseinandersetzung
verschiedener Mal-und Drucktechniken:
Acryl- und Ölmalerei, Holzdruck, Monotypie,
Fresko und Buchillustration

2004 Experimentielles Arbeiten mit einer
Super 8 Kamera, eigenes Drehbuch

2005 Verlagsgründung
Christine Gebhart Verlag

2007 Öffentliches Portraitieren mit
einem selbstentwickelten "Portraitkasten"

2010 Urbane Fotografie

2011 Szenenbildnerin in Berlin

2013 Gründung eines eigenen T-shirt Labels
"tobak"






Ausstellungen (Auswahl):


2014 Art Design
Feldkirch
2014 Galerie artig Kunstreich
Kempten
2011 Kunsthalle Kempten
2007 Alter Bahnhof
Leutkirch
2003 Galerie Georg Britsch
Bad Schussenried
2000 Fa. Pester
Kunst am Bau
1994 Galerie Doris Hölder
Ravensburg 
Datum Künstler Ausstellung www
12.02.2016  Johanna Bauer  "substance and shadows"   
Die Monotypie ist eine Einmal-Drucktechnik. Das Papier wird auf eine mit Linoldruckfarbe eingewalzte glatte Oberfläche gelegt. Auf die Rückseite wird gezeichnet, gerieben und angedrückt, so bildet sich das Motiv auf der Vorderseite in der jeweiligen Farbe ab. Der Strich ist weich und gebrochen, unvorhersehbare Flecken entstehen. Die prozesshafte Vorgehensweise in der Malerei von Johanna Bauer wird in ihren Drucken noch deutlicher. Auf zufällig entstandene Flecken reagiert die Künstlerin so lange, bis sich ein stimmiges Gefüge von Farbflächen und Zeichnung ergibt. Ein über die Jahre hinweg häufiges Thema in den Bildern von Johanna Bauer sind Textzeilen aus Liedern, z.B. “crucify your mind” von Rodriguez, “this land is your land, this land is my land” von Woodie Guthrie, oder “let me out set me free” von Mary Gauthier. In den Monotypien sind die Worte stellenweise klar lesbar, andernorts verschwinden sie in Farbwolken. Die farbigen Zeilen wirken wie Teppiche gewebt. Dieser Eindruck wird in einigen Arbeiten durch Stoffstreifen, die zwischen die Papierstreifen eingenäht sind, noch verstärkt. In den Ölbildern treten die in Schablonentechnik aufgebrachten Worte hervor und kontrastieren die ansonsten gestische Malerei. Ganze Kleidungsstücke,- Frauenkleider, arbeitet die Künslerin in ihre Bilder ein, ebenso Zeitungsbilder, Holz und Stoffe. Assoziativ unterstützen die eingefügten Materialien die angesprochenen Bildthemen. Die Malerei verbindet, und behält die Oberhand.
www.johanna-bauer.com

Vita
1989-1996 Studium der Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste
München bei Prof. Helmut Sturm / Meisterschülerin / Diplom
1999-2009 lebt und arbeitet in London
seit 2009 in Heidenheim

Ausstellungen (Auswahl)
2013 this land, Galerie Café Käthe, München
2010-2015 open, Heidenheim
2010 Farbe, Kunstverein Aalen
2007 two by three, Kunsthalle whitebox, München
Eine gerichtete Bewegung in der Atmosphäre, WohnzimmerGalerie München, spor klübü, Berlin
2005-2006 art in emotion, Griechenland
2003-2005 Childers Street Studios, London
2000-2002 deptford x, London
1998 Föhn 14, Künstlergilde Ulm
1996 Wetterkarten, Quere e.V. Landsberg
1995 15 Jahre 1980 im Kunstverein München
1994-2004 Domagk-Ateliers, VAK, München

Kontakt
jbauer@googlemail.com